Aquarium mit blauem Fisch

Der Besatz: Jetzt kommen die Fische!

Das Aquarium ist eingerichtet und die Einlaufphase ist erfolgreich abgeschlossen — die Wasserwerte sind stabil. Mit dem Besatz kommt nun endlich „Leben in die Bude“, Du setzt die Fische ein. Was gibt es dabei zu beachten? Und wie geht es dann weiter mit dem neuen Aquarium, welche Arbeiten stehen täglich an, welche wöchentlich/monatlich etc.? Das liest Du hier.

Wie setze ich Fische in das Aquarium?

Sobald die Wasserwerte stabil sind und die Werte auch für die geplanten Tiere stimmen, können diese eingesetzt werden. Du hast dich vermutlich — entweder im Fachhandel oder direkt beim Züchter — bereits über die Ansprüche an die Wasserqualität informiert, die die Tiere deiner Wahl haben. Nun solltest Du noch einmal die Wasserwerte in deinem Aquarium ganz genau bestimmen. Dazu empfiehlt es sich, einen Wassertest in Tröpfchenform anzuschafen.

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Im Zoofachhandel ist der erste Wassertest in der Regel kostenlos. Dazu gehst Du mit deiner Wasserprobe ins Geschäft und die Fachkräfte untersuchen die Probe direkt vor Ort. Nutze diese Möglichkeit, um sicher zu gehen, dass vor dem Einsetzten deiner Fische wirklich alle Werte optimal sind.

Die beste Vorgehensweise beim ersten Besatz ist, nicht alle gewünschten Tiere auf einmal in das Aquarium einzusetzen. Beginne lieber so, dass Du zunächst nur einen Teilbesatz vornimmst. Und so gestaltest Du den Einzug deiner Fische optimal:

Fische Schritt für Schritt einsetzen

  1. Der Fischbeutel mit den Fischen wird in das Aquariumwasser gelegt, damit sich die Temperatur des Wassers im Beutel an die des Aquariums angleicht und sich die Fische langsam an diese gewöhnen.
  2. In Zeitabständen von 10 Minuten (die genauen Abstände können je nach Tierart variieren) füllst du nun etwas Wasser aus dem Aquarium in den im Wasser treibenden Beutel. So gewöhnst Du die Fische an die Wasserwerte des Beckens. Dies wiederholst du normalerweise 4-6 mal.
  3. Lass dir (und den Tieren) hierfür wirklich die notwendige Zeit, die Geduld beim Besatz zahlt sich dadurch aus, dass die Tiere so einen stressarmen Übergang haben und gesund in dein Becken finden.
  4. Erst wenn Temperatur und Wasser im Beutel ausreichend an die Bedingungen im Aquarium angeglichen sind, entlässt Du deine neuen Aquarienbewohner in das Becken.

Meine Fische haben Hunger

Nun sind die Fische angekommen und sie wollen natürlich auch ernährt werden. Doch wieviel Futter benötigen die Fische eigentlich?

Die General-Antwort auf diese Frage ist etwas unbefriedigend, sie lautet: „Die richtige Futtermenge“.

Doch welche Menge „die richtige“ ist, das variiert von Aquarium zu Aquarium. Darum bleibt dir nichts andere übrig, als es selbst herauszufinden! Generell gilt: Die Tiere sollten täglich gefüttert werden, mit immer wieder mal einem eingeschobenen „Hungertag“. Und hierbei ist auch öfter ist besser als seltener, wenn du die Möglichkeit hast, täglich 2-3 mal kleinere Portionen zu füttern, ist dies besser als nur eine Fütterung am Tag.

Du solltest soviel füttern wie die Tiere in 2-3 Minuten auffressen können.

Welche Arbeiten am Aquarium sollten täglich gemacht werden?

Vorab, was nicht jeden Tag gemacht werden sollte: Eine tägliche Filterreinigung und/oder ein täglicher Wasserwechsel sind natürlich nicht sinnvoll, dies wäre namlich für eine gesunde Wasserumgebung kontraproduktiv.

Dennoch gibt es einige Dinge, die täglich gemacht bzw kontrolliert werden sollten:

Dazu gehört zunächst einmal die tägliche Fütterung, wobei Du natürlich auf die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Tiere eingehen solltest. Und dann solltest Du dir pro Tag auch mindestens 5 Minuten Zeit nehmen, um einfach nur in das Aquarium hineinzuschauen und deine Tiere zu beobachten. Durch die tägliche Beobachtung entwickelst Du ein Gefühl für die Tiere und merkst schnell, wenn sich Tiere atypisch verhalten oder gar offensichtliche Krankheitssymptome zeigen. In dieser Zeit kontrolliert man zudem, ob alle angeschlossenen Geräte (Filter, Heizung, Sauerstoffpumpe, CO2, Beleuchtung etc.) ordnungsgemäß funktionieren.

Dies war es dann aber auch schon mit der täglichen Arbeit, wobei Du natürlich sofort handeln musst, wenn Dir bei der Beobachtung etwas Negatives auffällt. Denn alle im Folgenden beschriebenen Arbeiten fallen seltener an.

Aquariumfilter-Reinigung

Der Aquariumfilter wird gereinigt, sobald der Durchfluss deutlich nachlässt. Denn in den Filtermedien befinden sich der Großteil der „guten“ Bakterien. Daher solltest Du die Filtermaterialien bei der Reinigung am besten nur in vorher entnommenem Aquariumwasser ausspülen, anstatt sauberes und/oder gar heißes Wasser zu benutzen. Durch die Nutzung von Aquariumswasser für die Filter-Reinigung stellst Du sicher, dass Du ausreichend „gute“ Bakterien lebensfähig erhälst, so dass sie nach dem Wiedereinsetzen der Aquarienfilters sofort wieder mit ihrer „Arbeit“ beginnen können. Aus dem gleichen Grund empfiehlt es sich, nie den kompletten Filter sauber zu machen.

Wie häufig der Filter gereinigt werden muss, hängt vom verwendete Filtertyp und dessen Dimensionierung im Verhältnis zur Beckengröße ab. Die empfohlenen Abstände liegen je nach Filtertyp zwischen vier Wochen und sechs Monaten.

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Informiere dich beim Kauf deines Aquarienfilter-Systems über die empfohlenen Pflegeintervalle. Und bei der Dimensionierung empfiehlt es sich im Zweifel lieber „eine Nummer größer“ zu kaufen. So hast Du ausreichend „Zeitreserve“ und kommst auch dann nicht in Schwierigkeiten, wenn Du beispielsweise einmal verreist.

Wasserwechsel

Häufiger als die Reinigung des Filters steht ein Wasserwechsel in deinem Aquarium an. Dazu saugst Du am besten das Aquariumwasser mit einer Mulmglocke ab. Je nach Besatzdichte und Tierart, solltest Du alle ein bis zwei Wochen einen Wasserwechsel durchführen und dabei jeweils ca. 20-40 % des Beckenwassers austauschen.

Aquarium mit Garnelen
Bild Credits: „basuka“ via Pixabay

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